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Sankt Heribert
Sankt Heribert
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Sankt Heribert

Die Pfarrkirche St. Heribert ist in ihrer heutigen Form ein Zeugnis von zwei ganz verschiedenen stilistischen Epochen: Erbaut wurde sie 1891 - 1896 nach Plänen des Düsseldorfer Architekten Caspar C. Pickel im (neu-)romanischen Stil. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg unternahm es Architekt Rudolf Schwarz, die verbliebenen Trümmer zu einem modernen Ansprüchen genügenden Kirchenraum zu formen - der "Wiederaufbau" hatte eine ganz neue Raumkonzeption zur Grundlage. Bei der letzten grundlegenden Renovierung 1986 - 1989 wurde diese moderne Konzeption im wesentlichen beibehalten.

Der heilige Heribert lebte von etwa 970 bis 1021. Er war Kanzler des Kaisers Otto III. und wurde 999 Erzbischof von Köln. Am Auf- und Ausbau mehrerer großer Kirchen in Köln war er maßgeblich beteiligt, und seine Zeitgenossen rühmten seine Fürsorge für die Armen. Er war der Begründer der Benediktinerabtei Deutz, in deren Klosterkirche er auch bestattet wurde. 1147 wurden seine Gebeine erhoben und in dem kostbaren Schrein beigesetzt, der heute in unserer Pfarrkirche hinter dem Hochaltar steht. 

Schrein des Hl. Heribert

Der Heribert-Schrein gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken, die aus spätromanischer Zeit erhalten sind. Er entstand in den drei Jahrzehnten nach der Erhebung der Gebeine als ein Hauptwerk der Goldschmiedekunst an Rhein und Maas. Vor allem die zahlreichen Emailplatten sind von außergewöhnlicher Schönheit und Qualität und gehören alle zum ursprünglichen Bestand des 12. Jahrhunderts, während die Goldschmiedearbeiten zum Teil im 19. Jahrhundert erneuert worden sind. 1986 bis 1993 wurde der Schrein gereinigt und konservatorisch gesichert.

Der Schrein ist wie ein Haus (eine Kirche) geformt und zeigt an der Stirnseite die Madonna, flankiert von zwei Engeln, an der Rückseite den heiligen Heribert auf seinem Bischofsthron, dem Personifikationen der Nächstenliebe und der Demut zur Seite stehen. An den Längsseiten zwischen den plastisch getriebenen Sitzfiguren der Apostel je sieben in Grubenemail gearbeitete Propheten und Könige. Sie bilden sozusagen die Pfeiler, die das Dach des Hauses tragen. Auf den Dachschrägen werden in je sechs großen Emailmedaillons Szenen aus dem Leben des heiligen Heribert erzählt. Der Schrein stellt uns das Heil vor Augen, das uns in Christus und in der Kirche zuteil geworden ist und das sich auch im Leben des heiligen Heribert zeigt.

In den beiden Türmen hängen insgesamt vier Glocken, die vom sogenannten Hamburger Glockenfriedhof stammen und der Gemeinde zum Gebrauch überlassen wurden. Sie stammen aus Schlesien und Ostpreußen und wurden zwischen 1518 und 1636 gegossen. Im Vollgeläute bilden drei von ihnen den Dreiklang c' - es' - f, das sogenannte „Te deum-Motiv“. 

Johann Franz Antwerpen 1841 - 1880
vakant 1880 - 1887
(wegen des Kulturkampfes)
Josef Schüller 1887 - 1908
Franz Xaver Bosbach 1908 - 1941
Heinrich Heider  1941 - 1950
Walter Kasper 1950 - 1967
Bruno Neuwinger 1967 - 2000
vakant 2001 - 2002
Peter Bellinghausen 2003 - 2008
(2003 - 2005 Moderator)
Jürgen Dreher 2008 - 2022

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