2. Sonntag im Jahreskreis

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Aktuelle Informationen aus dem Seelsorgebereich Deutz/Poll

2. Sonntag im Jahreskreis
17./18.01.2026
1. Les: Jes 49,3.5-6
2. Les: 1 Kor 1,1-3
Ev: Joh 1,29-34

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

„Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“ (Joh 1,29). Diesen Satz aus dem Johannesevangelium kennen wir alle auswendig. Wir beten diesen Satz während der Eucharistiefeier. In jeder heiligen Messe wird das "Agnus Dei" gebetet: "Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt...," und der Priester spricht beim Erheben der Hostie vor der Kommunion die Worte: "Seht, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt."

Den Menschen damals war das Lamm vertraut als Opfertier. Es hatte eine wichtige Bedeutung im jüdischen Tempelkult. Die Lämmer wurden am Vorabend des Paschafestes im Tempel geschlachtet. An diesem Festtag wurden sie gegessen. Das geschah in Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. Das Buch Exodus berichtet davon. Das Lamm ist ein so niedliches Wesen. Es ist ein Zeichen für Reinheit, Unschuld und Friedfertigkeit. Lammfromm nennt man jemanden, der keiner Fliege etwas zu Leide tun kann. Der Wolf wohnt beim Lamm, das ist eines der Bilder für das Friedensreich Gottes bei Jesaja. Gott selbst opfert sich für uns. Opfer ist Zeichen von Freiheit. Wie das Schlachten der Lämmer in engster Verbindung steht zum Exodus, der Befreiung Israels von der Sklaverei in Ägypten, so steht der Tod Jesu für die Erlösung aller Menschen, für die Befreiung aller Menschen von der Sünde. Christus ist das Osterlamm, das wahre Paschalamm. Er selbst weist im Johannesevangelium immer wieder hin auf die Stunde, für die er gekommen ist. Diese Stunde erfüllt sich bei seinem Kreuzestod. Eine besondere Stellung hat das "Lamm, das geschlachtet wurde" in der Offenbarung des Johannes. Die Gerechten haben ihre Gewänder im Blut des Lammes weiß gemacht. Die Taufe im Heiligen Geist, die Jesus Christus seiner Kirche als Sakrament gegeben hat, ist zugleich eine Taufe durch sein Blut. Die Erlösung, die Christus am Kreuz für uns gewirkt hat, wird jedem Menschen in der Taufe zuteil. „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“. Mit diesen Worten muss Johannes eine Sehnsucht angesprochen haben, die die Menschen in sich getragen haben. Die Menschen haben sich danach gesehnt, dass einer kommt, der sie erlöst, der sie befreit von ihren Sünden. Da kein Mensch dies vermag, musste Gott selbst Mensch werden. Johannes erkennt den Sohn Gottes. Er zeigt auf ihn. Seht her, sagt er zu den Leuten, er ist es, den ihr ersehnt, er allein kann euch Rettung und Heil schenken. Wecken diese Worte auch in uns diese Sehnsucht nach Rettung und Heil? 

Die Einladung und die Info vom Neujahrsempfang haben wir bekommen. Am 18. Januar um 10:30 Uhr beginnen wir mit der heiligen Messe in St. Heribert den Neujahrsempfang. Anschließend treffen wir uns im Forum am Deutzer Dom. Wir alle freuen uns auf den Neujahrsempfang in St. Heribert in Deutz. Am 20. Januar feiert die Weltkirche den heiligen Sebastian. Seine Lebensgeschichte kennen wir. Er wurde Märtyrer in Rom zu Beginn der Diokletianischen Verfolgung. Er ist der Pestpatron. Den heiligen Franz von Sales feiert die Weltkirche am 24. Januar. Er war Bischof, Ordensgründer und Kirchenlehrer. Den Orden von der Heimsuchung Mariä hat er zusammen mit der heiligen Johanna Franziska von Chantal gegründet. Er ist der Patron der katholischen Presse und der Schriftsteller.

P. Abraham Muttethazhath MCBS