32. Sonntag im Jahreskreis

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Aktuelle Informationen aus dem Seelsorgebereich Deutz/Poll

32. Sonntag im Jahrkreis
07./08.11.2026
1. Lesung: Weish 6, 12-16
2. Lesung: 1 Thess 4, 13-18
Evangelium: Mt 25, 1-13

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

gute Chancen oder verpasste Chancen… Aufmerksamkeit oder Unaufmerksamkeit…richtige oder falsche Entscheidungen… aufpassen… Klugheit…innere Stimme…Diese Worte hören und benutzen wir täglich. Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen kennen wir aus der Bibel. Jesus hat gesagt: „Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde“ (Mt 25,13).
Dieser Satz ist aus der Sonntagsliturgie (Matthäus 25, 1-13).
Es gibt Momente, die ein Leben verändern können, positiv und negativ. Zur rechten Zeit am rechten Ort, die richtige Entscheidung im richtigen Moment, das kann einen weiterbringen. Aber es gibt im Leben auch verpasste Chancen und Momente, die vieles ins Negative wenden können, eine kurze Unaufmerksamkeit, durch die ein Unfall geschieht. Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen erinnert uns Gläubige daran, es nie an Wachsamkeit fehlen zu lassen. Manchmal hören wir eine innere Stimme, die uns zu mehr Wachsamkeit mahnt. Wir Christen müssen uns auf viele mögliche Situationen einstellen und uns so gut wie möglich darauf vorbereiten.
Jesus will uns mit diesem Gleichnis von den zehn Jungfrauen daran erinnern, dass wir unser Leben klug führen sollen. Wir Christen sollen wachsam und bereit sein, dem Herrn jederzeit zu begegnen. Diese Wachsamkeit bedeutet nicht Angst oder Unruhe, sondern ein Leben in Vertrauen, Liebe und Hoffnung. Es geht darum, unser Herz für Gott offen zu halten.

Am 11. November denken wir Christen an den bekannten heiligen St. Martin. Seine Geschichte kennen wir alle. Martin begegnet einem frierenden Bettler. Er teilt mit ihm seinen Mantel. Diese einfache, aber mutige Geste macht ihn bis heute zu einem Vorbild der Nächstenliebe. Martin erkennt die Not des anderen. Er handelt, ohne lange zu überlegen. Auch heute lädt uns der heilige Martin ein, aufmerksam zu sein und unsere Mitmenschen nicht aus dem Blick zu verlieren. Teilen bedeutet nicht nur, etwas Materielles abzugeben. Wir können auch unsere Zeit schenken, zuhören, Trost spenden und Menschen begleiten, die sich einsam oder vergessen fühlen. Jede kleine Geste der Güte kann Licht in das Leben eines anderen bringen. 

Am Abend des 10. November zieht der St. Martinszug in Deutz mit vielen Kindergartenkindern, Schulkindern und Erwachsenen durch die Straßen – begleitet von Musik und dem Licht ihrer Laternen, vorbei an geschmückten und beleuchteten Fenstern und Vorgärten.

Am 11. November um 11:11 Uhr beginnt in Köln wieder die fünfte Jahreszeit. Eine Zeit voller Musik, Humor, Farben und Lebensfreude. Wir Christen können Hoffnung schenken, füreinander da sein und unseren Mitmenschen mit Respekt und Herzlichkeit begegnen. Die Karnevalszeit erinnert uns daran, wie wertvoll Gemeinschaft ist. Sie bringt Menschen zusammen, schenkt Raum für Freude und Begegnung.

P. Abraham Muttethazhath MCBS