13. Sonntag im Jahreskreis

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Aktuelle Informationen aus dem Seelsorgebereich Deutz/Poll

13. Sonntag im Jahreskreis
27./28.06.2026
1. Les: 2 Kön 4,8-11.14-16a
2. Les: Röm 6,3-4.8-11
Ev: Mt 10,37-42

„Christus in die Mitte stellen – dankbar durch das Leben gehen“

Liebe Schwestern und Brüder,

die Sommerzeit hat begonnen. Die Tage sind länger, die Sonne zeigt ihre Kraft, und viele von uns spüren die derzeitige Hitze ganz deutlich. Während sich die einen über die warmen Tage freuen, sehnen sich andere nach etwas Abkühlung. Die Natur steht in voller Blüte und erinnert uns daran, wie reich Gott uns beschenkt. Gerade in dieser Zeit dürfen wir staunend wahrnehmen, dass die Schöpfung ein großes Geschenk Gottes ist.

Zugleich haben wir bereits die Hälfte des Jahres erreicht. Sechs Monate liegen hinter uns. Vielleicht fragen wir uns: Wo ist die Zeit geblieben? Hinter uns liegen Tage der Freude und des Dankes, aber vielleicht auch Zeiten der Sorge, der Krankheit, der Enttäuschung oder des Abschieds. Doch wenn wir zurückschauen, dürfen wir erkennen: Gott hat uns auf unserem Weg begleitet. Er war da – in den hellen Stunden ebenso wie in den dunklen.

Das Wort Gottes dieses Sonntags lädt uns deshalb ein, mit einem dankbaren Herzen durch das Leben zu gehen. In der ersten Lesung öffnet die Frau aus Schunem dem Propheten Elischa ihr Haus und ihr Herz. Ihre Gastfreundschaft wird für sie selbst zum Segen. Auch wir sind eingeladen, unsere Herzen zu öffnen: für Gott und für die Menschen, die er uns täglich an die Seite stellt.

Im Evangelium fordert Jesus uns auf, ihn an die erste Stelle zu setzen. Das bedeutet nicht, alles andere geringzuschätzen. Vielmehr erinnert uns Jesus daran, dass unser Leben erst dann seine wahre Mitte findet, wenn wir auf ihn vertrauen und unser Leben an ihm ausrichten. Denn vieles vergeht, Christus aber bleibt. Wer Christus in die Mitte seines Lebens stellt, findet Halt, Orientierung und Hoffnung – auch in schwierigen Zeiten.

Nehmen wir uns in dieser Woche bewusst Zeit, Gott für die vergangenen sechs Monate zu danken: für das Geschenk des Lebens, für unsere Familien und Freunde, für Gesundheit, für Bewahrung und für all die Menschen, die uns begleitet und unterstützt haben. Vergessen wir auch nicht, unsere Dankbarkeit den Menschen gegenüber auszudrücken, die uns Gutes tun und unseren Alltag bereichern.

Vielleicht können wir uns jeden Abend fragen: Wofür kann ich Gott heute danken? und Wie habe ich heute Christus in die Mitte meines Lebens gestellt? Wer mit einem dankbaren Herzen lebt, wird entdecken, dass Gott uns jeden Tag neu beschenkt.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Sommerwoche und viele Augenblicke, in denen Sie Gottes Nähe und Liebe erfahren dürfen.

Ihr Kaplan Chika