30. Sonntag im Jahreskreis

deutz-poll aktuell

Aktuelle Informationen aus dem Seelsorgebereich Deutz/Poll

30. Sonntag im Jahreskreis
22./23.10.2022
1. Les: Sir 35,15b-17.20-22a
2. Les: 2. Tim 4,6-8.16-18
Ev: Lk 18,9-14

Liebe Gemeindemitglieder,

„ich will euch Zukunft und Hoffnung geben!“ – unter diesem Vers aus dem Buch des Propheten Jeremia steht der Sonntag der  Weltmission, der an diesem Wochenende gefeiert wird.

„Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben!“ lässt Gott dem Volk Israel während der Zeit des Exils durch den Propheten Jeremia ausrichten.

Der Sonntag der Weltmission kann uns auf das Leben der Christen in anderen Ländern aufmerksam machen. Das diesjährige Partnerland  des Hilfswerks Missio ist Kenia in Afrika. Mit den Menschen, die uns in den MissioProjekten vorgestellt werden, teilen wir das Leben in  einer Großstadt – wenn auch unter ganz anderen Bedingungen: Caroline, Linet, Joseph, Mary und Firmin leben im Slum von Nairobi, einem der am dichtesten besiedelten Gebiete der Erde. Die Menschen dort leben in einfachsten Behausungen und gehen meistens Gelegenheitsjobs nach oder sammeln Müll.

Die Berichte aus den Missio-Projekten handeln von der Unterstützung der Menschen untereinander und von Hilfe zur Selbsthilfe: Davon,  wie Menschen andere bei sich aufnehmen, Microkredit-Gruppen bilden, mit denen sie sich ein kleines Gewerbe aufbauen können und von Treffen in kleinen christlichen Gemeinschaften, die miteinander Kirche leben. Von Menschen, die ihre Fähigkeiten zur Verbesserung der Lebensbedingungen in ihrer Umgebung einsetzen und von einem Jugendzentrum, das Jugendlichen Freizeitaktivitäten anbietet und sie von Straßengangs fernhält.

Eine der Bewohnerinnen des Slums sagt: „Die Menschen sind nicht arm in ihrer Vorstellungskraft. Sie sind voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft.“ Missio stellt uns das Nebeneinander von Armut und wirklicher Mühe zu überleben auf der einen Seite und Kreativität, Hoffnung und Solidarität auf der anderen Seite vor. Beides prägt das Leben der Menschen, die sich für ihr Lebensumfeld, den Slum, engagieren.

Unsere Lebensumstände sind ganz anders als die der Menschen in Nairobi. Auch in Deutschland und grade in den großen Städten gibt es Armut. Doch fast alle Menschen in Deutschland haben Zugang zu Krankenversicherung, Abwassersystem und Schulbildung.

Nichtsdestotrotz fühlen sich zurzeit viele Menschen in unserer Umgebung von Zukunftsängsten und schlechten Nachrichten erdrückt.

Gott ruft den Israeliten im Exil zu: „Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben!“ Er ruft es den Menschen in Nairobi und allen Slums dieser Welt zu. Er ruft es uns zu.

Lassen wir uns davon stärken und ermutigen, um jede*r auf eigene Weise Zukunft und Hoffnung im persönlichen Umfeld und für die ganze Welt Wirklichkeit werden zu lassen. Und lassen wir auch uns selbst von Gott zusagen, dass es Zukunft und Hoffnung für uns gibt!

Ihre Pastoralreferentin Maria Schwarz

Einen kurzen Film zu den Projekten in Nairobi finden Sie unter

https://www.missio-hilft.de/missio/mitmachen/sonntag-der-weltmission/2022/downloads/missio-hilft-weltmissionssonntag-2022-nairobi-film.mp4

Spendenmöglichkeit: missio Aachen, IBAN: DE 23 3706 0193 0000 1221 22,
Verwendungszweck: Weltmissionssonntag 2022