Liebe Schwestern, liebe Brüder,
die Karnevalszeit war eine schöne und fröhliche Zeit… Viel Freude und Spaß hat sie uns gebracht. Wir haben uns verkleidet…viel gelacht, viel gefeiert…Wir haben viele verschiedene und schöne Karnevalssitzungen besucht und auch am Orts- und Stadtstraßenkarneval teilgenommen. Ab Aschermittwoch ist diese Karnevalszeit vorbei. Mit der Aschermittwochsgottesdienstfeier sind wir in die österliche Bußzeit eingetreten. 40 Tage haben wir die österliche Bußzeit.
Diese österliche Bußzeit ist …
- eine Zeit der Veränderung… Was, wo und wie wollen wir verändern? ...
- eine Zeit des Einkehrens… Das innere Einkehren, das Nachdenken über uns selbst, den eigenen Lebensweg...
- eine Zeit des Umkehrens… Die Umkehr der eigenen Lebensgestaltung und auch des Miteinanders mit anderen betrifft.
- eine Zeit des Bekehrens…
- eine Zeit der Reflektion…
Im Alten Testament lesen wir über Adam und Eva im Paradies (Genesis 2, 7-9, 3, 1-7) und Israel in der Wüste. Sie alle sind versucht worden. Im Matthäus Evangelium lesen wir: „Als Jesus vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Da trat der Versucher an ihn heran …“ (Matthäus 4, 1-3). Jesus wurde in der Wüste vom Teufel versucht. „Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird“ (Mt 4,3) war die erste Versuchung Jesu. "Stürz dich hinab..." (Mt 4,6) war die zweite Versuchung Jesu. Die dritte Versuchung Jesu war „Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht“ (Mt 4, 8). Jesus hat als Mensch alle diese Versuchungen wie Hunger nach Reichtum, Ehre und Macht erfahren und überwunden.
Wir gehen nicht allein diesen Weg in dieser österlichen Bußzeit. Wir sind verbunden mit unserem Herrn Jesus Christus.
Die Weltkirche feiert am 23. Februar den heiligen Polycarp. Er war Bischof und Märtyrer. Er lebte zur Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian in Rom. Für seinen Glauben an Christus erlitt er um das Jahr 156 den Feuertod. Am 24. Februar feiert die Weltkirche den heiligen Apostel Matthias. Von seiner Wahl lesen wir in der Apostelgeschichte. In Äthiopien hat er gewirkt. Seine Reliquien finden wir in der Abteikirche St. Matthias in Trier. Die heilige Walburga hat ihren Namenstag am 25. Februar. Sie war Äbtissin in Heidenheim und auch eine der Missionshelferinnen des heiligen Bonifatius. Ihre Brüder waren die heiligen Willibald und Wunibald. Diese Heiligen sind gute Vorbilder für uns in dieser österlichen Bußzeit.
Jesus und seine Nachfolger, die Heiligen, haben alle ihren Versuchungen widerstanden. Wir Christen versuchen, in dieser Fastenzeit den Versuchungen des Alltags durch einen starken Willen zu widerstehen mit Gottes Hilfe. Das wünsche ich uns allen.
Wir, das Pastoralteam, wünschen Ihnen allen eine besinnliche
österliche Bußzeit.
P. Abraham Muttethazhath MCBS