12. Sonntag im Jahreskreis

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Aktuelle Informationen aus dem Seelsorgebereich Deutz/Poll

12. Sonntag im Jahreskreis
20./21.06.2026
1. Les: Jer 20,10-13
2. Les: Röm 5,12-15
Ev: Mt 10,26-33

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

Angst… Wir reden oft oder gelegentlich miteinander darüber
…Angst vor einer schlimmen Diagnose, …Angst vor der Ausweitung
des Krieges, …Angst vor dem Verlust eines Menschen oder
des Arbeitsplatzes, …Angst vor einer Prüfung, ... Angst vor einer
unangenehmen Begegnung…

Ängste sind Teil unseres Lebens. In manchen Ländern müssen
Menschen aufgrund ihres politischen Engagements oder ihrer
religiösen Überzeugung Schlimmes befürchten. Sind wir
mit Ängsten konkret konfrontiert worden?

Im Matthäus-Evangelium lesen wir: Jesus hat gesagt „Fürchtet
euch nicht vor den Menschen!“ (Mt 10, 26). „Fürchtet euch
nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten
können, sondern fürchtet euch eher vor dem, der Seele und
Leib in der Hölle verderben kann!“ (Mt 10, 28). „Fürchtet euch
also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen“ (Mt 10, 31).
Diese Sätze Jesu sind aus dem Sonntagsevangelium (Mt 10, 26-
30). Diese Sätze Jesu „Fürchtet euch nicht!“ lesen wir dreimal.
Damit spricht er Menschen an, die Verunsicherung, Ablehnung
und Sorgen kennen. Auch heute erleben viele Menschen Ängste:
um die eigene Zukunft, um den Frieden in der Welt, um Gesundheit,
Familie oder den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Jesus
begegnet diesen Ängsten nicht mit einfachen Lösungen, sondern
mit einer Zusage: Gott kennt und begleitet jeden Menschen.
Kein Leben ist ihm gleichgültig. Jesus ruft uns alle dazu auf, aus
dem Vertrauen auf Gottes Nähe zu leben.

Am 21. Juni erleben wir die Sommersonnenwende. Den längsten
Tag und die kürzeste Nacht dieses Jahres erleben wir an diesem Tag.
Am 24. Juni feiern wir das Fest „Geburt des Johannes des Täufers“.
Er hat über Jesus gesagt: „Er muss wachsen, ich aber muss
abnehmen“ (Joh 3,30). Dieses Hochfest fällt in die Zeit der längsten
Tage des Jahres. Während das Licht der Sonne nach dem Johannistag
langsam abnimmt, wächst das Licht Christi auf Weihnachten hin wieder
entgegen. Diese Symbolik lädt uns ein, Christus mehr Raum in unserem
Leben zu geben und selbst zu Zeugen seines Lichtes zu werden. Lasst
das Leben von Johannes dem Täufer uns ermutigen, mit Mut und Bescheidenheit
unseren Glauben zu leben und durch unser Leben auf den
hinzuweisen, der Hoffnung, Frieden und Leben schenkt.

„Fürchtet euch nicht – ihr seid bei Gott geborgen.“ Mögen
diese Worte Jesu uns Christen in dieser Woche immer Kraft
geben.

P. Abraham Muttethazhath MCBS