14. Sonntag im Jahreskreis

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Aktuelle Informationen aus dem Seelsorgebereich Deutz/Poll

14. Sonntag im Jahreskreis
04./05.07.2026
1. Les: Sach 9,9-10
2. Les: Röm 8,9.11-13
Ev: Mt 11,25-30

Liebe Gemeindemitglieder,

in der vergangenen Woche sind durch die hohen Temperaturen die beginnenden Auswirkungen des Klimawandels für uns so erfahrbar geworden, wie es zuvor noch nicht der Fall war. Darum möchte ich in diesem Vorwort einige Zitate aus der Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015 zusammenstellen, die sich mit „Sorge für das gemeinsame Haus“ beschäftigt. Mit dem gemeinsamen Haus meint Franziskus die Welt, in der wir leben.

Jede:r von uns hat Lebensbereiche in dem es ihr und ihm leicht fällt, so zu leben, dass die Erde ein lebenswerter Ort bleibt und jede:r von uns hat Lebensbereiche, in denen ein umweltbewusstes Verhalten für uns schwer ist. In der Enzyklika lenkt der Papst den Blick nicht nur auf konkretes Verhalten im Alltag, sondern bietet eine spirituelle Grundierung an, die uns motivieren kann, neu auf die Welt zu schauen, uns als Teil allen Lebens zu empfinden und die Schönheit und Schutzbedürftigkeit der Schöpfung wahrzunehmen.

„Wir vergessen, dass wir selber Erde sind. Unser eigener Körper ist aus den Elementen des Planeten gebildet.“ (Laudato Si 2)

„Die Welt ist mehr als ein zu lösendes Problem, sie ist ein freudiges Geheimnis, das wir mit frohem Lob betrachten.“ (LS 12)

„Der Schöpfer verlässt uns nicht, niemals macht er in seinem Plan der Liebe einen Rückzieher, noch reut es ihn, uns erschaffen zu haben. Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen.“ (LS 13)

„Alle können wir als Werkzeuge Gottes an der Bewahrung der Schöpfung mitarbeiten, ein jeder von seiner Kultur, seiner Erfahrung, seinen Initiativen und seinen Fähigkeiten aus.“ (LS 14)

„Die Erde, unser Haus, scheint sich immer mehr in eine unermessliche Mülldeponie zu verwandeln.“ (LS 21)

„Wir sind berufen, die Werkzeuge Gottes des Vaters zu sein, damit unser Planet das sei, was Er sich erträumte, als Er ihn erschuf, und seinem Plan des Friedens, der Schönheit und der Fülle entspreche.“ (LS 53)

„Die Hoffnung lädt uns ein zu erkennen, dass es immer einen Ausweg gibt, dass wir immer den Kurs neu bestimmen können, dass wir immer etwas tun können, um die Probleme zu lösen.“ (LS 61)

„Der Erdboden, das Wasser, die Berge – alles ist eine Liebkosung Gottes.“ (LS 84)

„Wenn wir uns bewusstwerden, dass in allem, was existiert, der Widerschein Gottes vorhanden ist, verspüren wir zuinnerst den Wunsch, den Herrn für alle seine Geschöpfe – und gemeinsam mit ihnen – anzubeten.“ (LS 87)

Maria Schwarz, Pastoralreferentin